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Sep 02

Apple will Handy-Klingeltöne über iTunes vertreiben – NBC steigt aus

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NY Post über Apple iTunesIn einem aktuellen Artikel der New York Post ist zu lesen, dass Apple derzeit mit verschiedenen führenden Musik-Verlagen und Plattenfirmen sehr intensiv darüber verhandelt, Klingeltöne über iTunes vor allem an die Nutzer des hauseigenen iPhones zu verkaufen. Es darf damit gerechnet werden, dass bereits am kommenden Mittwoch auf der Presseveranstaltung, auf der mit hoher Sicherheit neue iPods angekündigt werden, eine entsprechende Ankündigung erfolgt. Laut der New York Post soll es dann möglich sein, nahezu jedes Musikstück, das auf iTunes offeriert wird, in einen Klingelton für das iPhone umzuwandeln.

Einen Rückschlag muss Apple indes bezüglich von TV- und Video-Angeboten hinnehmen. NBC arbeitet derzeit mit News Corps daran, ein eigenes Videoportal aufzubauen, dass YouTube Konkurrenz machen soll. Ziel ist dabei vor allem die Vermarktung der eigenen Fernsehserien und TV-Shows. Folglich hat NBC angekündigt, sein Material auch wegen Unstimmigkeiten bei der Preisbildung in Kürze nicht mehr über Apple’s iTunes zu vertreiben.

Scheinbar reagierte Apple-Boss Steve Jobbs darauf recht verschnupft, denn laut der New York Post soll er in einem recht derben Schreiben an NBC-Chef Jeff Zucker im Prinzip so etwas mitgeteilt haben wie “Hau ab!”. Offiziell heißt es von Apple, dass iTunes bereits jetzt ab Herbst keinerlei NBC Pilotfilme und Trailer mehr anbieten wird. Das ganze liest sich (übersetzt) so: ” Da NBC seine Sendungen mitten in der Fernseh-Saison zurückzieht, hat Apple beschlossen, keine NBC TV-Shows mehr anzubieten und zwar beginnend mit der im September beginnenden nächsten TV-Saison”

NBC hingegen gab bekannt, dass Apple die bereits laufenden Staffeln der NBC-TV-Serien auch weiterhin bis zum Jahresende im Angebot haben wird. Der zweijährige Vertrag zwischen Apple und NBC endet offiziell im Dezember. Apple konterte in dem Gezänk, dass NBC verlangt habe, dass der Episodenpreis der NBC-Serien von derzeit 1,99 Dollar auf 4,99 Dollar mehr als verdoppelt werden solle. Apple will hier nicht mitspielen. Auch die Musikindustrie hat ja in letzter Zeit gefordert, dass Apple von seiner starren Preispolitik von 99 Cent pro Song abrücken solle und auch höhere Preise zulassen möge. Auch hier lehnt Apple strickt ab.

Man gewinnt den Eindruck das Apple und Steve Jobbs den Betrieb der Vermarktungsplattform iTunes gerne eher diktatorsich führen wollen, während die Vertragspartner eher eine kooperative Zusammenarbeit inklusive Mitspracherecht vor allem bei den Preisen anstreben. Und so mancher Mediengroßkonzern, der bei Apple auf Granit beißt, zeigt dann eben, dass iTunes nicht die einzige Plattform für den digitalen Musikvertrieb ist.



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