Linktipp: Zehn gute Gründe gegen Flash
2. Mai 2010 | Von Andreas | Kategorie: AllgemeinAktuelle Meldungen
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Allerdings haben die einige Punkte schlicht außer Acht gelassen:
1. Flash auf dem iPhone / iPad würde die obs-Diktatur alla “Ich bestimme, was auf dem iPhone läuft” brechen, denn dann könnte Software ohne im AppStore zu erscheinen, online genutzt werden.
2. “Wer für Touch-Geräte neu entwickelt, kann Flash gleich weglassen” – Dann sollte Smart seine Autos so bauen, dass Sie nicht auf Landstraßen oder Autobahnen fahren können sondern nur in der Stadt, ist ja schließlich ein Stadtauto.
3. “Anstatt Flash zu benutzen, setzt Apple [deshalb] auf HTML5, CSS und JavaScript – alles offene Standards.” – Flash gilt auch als offener Standart, seit 2008, um genau zu sein.
4. “Wer den App Store hat, braucht keine Flash-Spiele” – Wer ein Bobbycar hat, braucht kein Auto…
5. “Das Internet soll offen bleiben” – Apple? Offen? Das soll ein Witz sein…
Also alles sehr schwammig, und es gibt deutlich mehr Gründe für Flash. Slange Apple seine User wissentlich und willentlich von Internetinhalten aussperrt, kommt mir ein iPad nicht ins Haus. Hello, WePad
Adobe ist eine Schnecke, die auch noch in die falsche Richtung kriecht. Sie hätten sich nach der Übernahme von Macromedia nicht “ausruhen” dürfen. Flash war schon immer eine kranke Lösung, weil es lange keine Alternative gab und Adobe auch nicht einsah es wirklich zu verbessern. Da gibt es sogar gewisse Ähnlichkeiten zum ihrem Paradepferd PDF! So gesehen haben – zumindest bei Flash – alle anderen versagt, weil sie keinen Druck gemacht haben! Wichtig ist am Ende nur das, was man für den Kunden erreicht hat. So weit denken aber viele (große) Firmen nicht mehr.
Es dürfte doch wohl klar sein: Manischer Egoismus ist auf die Dauer kontraproduktiv. Je offener ein Standard ist, um so besser ist er für alle. Nur muss man daran auch aktiv arbeiten und dazu brauchen Firmen Geld. Das verdienen sie natürlich am besten mit proprietären Insellösungen, sofern sie welche am Markt haben. Die Frage ist aber: Wie setzen sie ihre Gewinne ein, um einen echten offenen Standard zu etablieren oder daran mitzuwirken? Und viel wichtiger noch: Wollen sie vielleicht nur bremsen oder verschleppen, um ihre Gewinne mit ihren (teil-)offenen, proprietären Systemen nur zu maximieren? Microsoft hat uns diesen Egotrip jahrelang vorgemacht und Sony auch!
Alles (sofort) offen zu legen führt aber auch in die Sackgasse. Wenn Niemand mehr Geld verdienen kann und alles kostenlos ist, dann funktioniert unser Wirtschaftssystem nicht mehr. Der Mensch bleibt ein neidischer Egoist und braucht einen gewissen Druck. So gesehen kann ein “milder Diktator” sogar besser sein als eine schlechte Demokratie und jede Anarchie. Das kleinere Übel ist also ganz sicher HTML5 und nicht Flash.
Vielleicht könnten die Überlegungen mal in diese Richtung laufen…