Erster Test von Apple Musiknetz Ping ist enttäuschend
3. September 2010 | Von Andreas | Kategorie: AppleEnttäuschend
Mein erstest Test war vor allem in einer Hinsicht enttäuschend. Ich folgte als erstes der Band U2. Und ich musste feststellen, das jedes Statusupdate von U2 von jemandem mit Werbung für ein angeblich kostenloses iPhone kommentiert wurde. Die Nutzernamen dieser Werbekommentare wechselt ab und zu, aber der Satz bliebt immer gleich. Das Ping also direkt von Werbe-Trollen vereinnahmt und mit Links zu fadenscheinigen Angeboten geflutet wird, das war mein erster Eindruck.
Sinnentleerte Kommentare
Dann bin ich weiteren Künstlern gefolgt. Unter anderem Lady Gaga, Linkin Park und Katy Perry. Deren Statusupdates werden zwar nicht mit Werbung kommentiert. Aber so geistreiche Kommentare wie “wow”, “nice” oder “Follow us on Twitter @…..Architects” sind nicht gerade geistreich. Auch habe ich den Eindruck, dass einige der Künstler Ping eher als eine Art Twitter sehen. Lady Gaga beispielsweise – oder der PR-Mensch, der für sie postet – schreibt ziemlich viel Zeug, das meiner Meinung nach völlig uninteressant ist. Ich glaube auch nicht, das Bono von U2 selbst vor iTunes sitzt und die Beiträge für Ping schreibt. Auch hier wird irgendein Marketingfutzi abgestellt sein, um Ping mit Inhalt zu füllen.
Wie kann man selbst etwas posten?
Es mag sein, dass ich einfach zu blöd dafür bin, aber bisher ist es mir nicht gelungen, eine offene Möglichkeit zu finden, mit der ich selbst etwas in meinem Ping-Profil posten kann. Man sieht zwar, dass mir eine Rezension gefällt und das ich jemandem folge, aber selbst eine Statusmeldung absetzen, dafür habe ich bisher keine Funktion entdeckt. Nur wenn man im iTunes Store einen Titel oder ein Album anschaut, dann taucht ein Button “Posten” auf und man kann etwas schreiben. Aber welchen Sinn macht es, nur an dieser speziellen Stelle etwas posten zu können. Wäre es nicht besser auf der Startseite von Ping eine Eingabezeile zu haben, so wie beispielsweise bei Facebook. Was mich außerdem stört ist, dass ich Ping nur innerhalb von iTunes nutzen kann. Mir wäre eine Internetseite lieber, sodass ich den Dienst auch auf fremden Rechnern, auf denen iTunes nicht vorhanden ist, nutzen kann. Aber das war ja bisher nur der erste Test von etwa 15 Minuten.
Fazit
Mein erster Eindruck von Ping ist der, dass wir hier eine Art Alpha-Version eines spezialisierten sozialen Netzwerkes sehen. Apple muss an der Funktionalität und Bedienbarkeit noch arbeiten. Und vor allem muss Apple dringend die Werbe-Trolle loswerden. Denn wenn die Beiträge von Musikern bald nur noch von Kommentaren im Stil von “Get a free iPhone…..” überflutet werden, dann nervt das und Nutzer werden Ping meiden. Also mein erster Eindruck: Gute Idee aber bisher traurige Umsetzung. Ich werde Ping weiter und intensiver testen. Mal sehen wie sich das ganze entwickelt. Aber eines muss klar sein, Apple will mit Ping vor allem den Verkauf auf iTunes ankurbeln und daher ist Ping vor allem darauf ausgerichtet.
UPDATE: Wie 9to5Mac meldet, scheint Apples Ping derzeit von Werbe-Spamattacke überrannt zu werden..
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Kann ich alles nur bestätigen. Aus diesem Grund ist Ping auch wieder ganz schnell bei mir runtergeflogen.
Ich bin auf diese Seite gestossen, da ich bei Google nach “Apple Ping posten” gesucht habe.
Du bist nicht der einzige dem die Möglichkeit zu Posten fehlt.
Das ganze Ping ist leider sehr enttäuschend und dürfte meiner Meinung nach so von niemandem zur Veröffentlichung freigegeben werden.
Das hat nicht mit einer Konkurrenz zu Facebook etc zu tun und ist in der jetzigen Form sicherlich keine Revolution der sozialen Netzwerke.