Steve Jobs: Hardware ist irrelevant, die Software ist der Schlüssel!
4. Februar 2010 | Von Andreas | Kategorie: Apple“Das Problem ist, mit Hardware kannst Du keinen Computer mehr bauen, der zweimal so gut ist als jeder andere. Zu viele Leute wissen, wie man das macht. Du hast Glück, wenn Du einen baust, der Ein und Ein-Drittel mal besser ist oder anderthalb mal besser. Und dann dauert es nur sechs Monate, bis jeder andere aufgeholt hat. Aber Du kannst es mit Software schaffen.” Entdeckt habe ich das bei Gizmodo.
Sicher Apple baute heute sehr schicke und stylische Hardware und setzt in Sachen Design immer wieder Maßstäbe. Aber es ist die Software, die den eigentlichen Erfolg der jeweiligen Produkte ausmacht. Was wäre das iPhone ohne die intuitive Bedienung, die vielen serienmäßigen Funktionen und vor allem die zigtausend Apps für jede nur erdenkliche Aufgabe und Anwendung? Nur ein Mobiltelefon von vielen! Auch der Erfolg des iPad wird zum aller größten Teil der Software zu schulden sein. Auch auf dem Mac ist es nicht anders. Nehmen wir zum Beispiel iLive 9, ein Softwarepaket das alles hat, was man so für den Alltag brauch, um Bilder zu verwalten, Musik zu bearbeiten, Filme zu schneiden und eine DVD zu erstellen. Die Bedienung ist absolut simpel, dier Ergebnisse prima. Auch hier ist es die Software, die dem Produkt zum Erfolg verhilft.
In diesem Interview hier erklärt Jobs, wie wichtig die Grafische Benutzeroberfläche für Computer ist und wo die Idee ursprünglich her kommt. Auch lästert er ein wenig über Microsoft und sagt damit ebenfalls etwas über Apples Erfolgsgeheimnis aus.
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Das was in der Überschrift steht, hat Steve Jobs doch gar nicht gesagt! Es entspricht – zumindest in den letzten Jahren – noch nicht einmal der langfristigen Philosophie von Apple. Selbst wenn Steve die Bedeutung der Hardware in dem Interview von 1994 herunter gespielt hat (im Originaltext gibt er durchaus eine andere, richtige Erklärung), so liegt der Erfolg von Apple doch eindeutig darin, dass sie Hardware und Software gemeinsam anbieten und damit überproportionale Synergie-Effekte haben. Ohne eigene Hardware läge Apple mit seiner Software weit hinter Microsoft oder würde gar nicht mehr existieren. Anders ausgedrückt hat Microsoft kaum eine Chance je die Eleganz von Apple zu erreichen, da sie den Massen-Hardwaremarkt bedienen müssen/wollen. Das ist schwierig genug!
Vielleicht hatte Steve das 1994 noch gar nicht so durchschaut, denn in diesen Jahren versuchte Apple vorübergehend Fremd-Rechnerhardware für das Mac-OS zuzulassen. Doch das musste schief gehen! Die Hardware ist letztendlich also keineswegs irrelevant, sondern entscheidend für das Geschäftsmodell von Apple! Vermutlich hat Apple das erst nach dieser Erfahrung so richtig verstanden.
Wenn Hard- und Software optimal aufeinander abgeglichen sind, dann ist das Ergebnis optimal und kann begeistern. Beim iPhone kann man das feine Zusammenspiel aus einem Guss erneut gut beobachten und beim iPad könnte es deshalb auch so einen Erfolg geben. Und nur diese Vorgehensweise wird deshalb auch völlig neue Nutzer begeistern und erschliessen können. Nutzer, die zu Recht meinen, der Rechner ist für mich da und nicht ich für den Rechner. Diese Gruppe kann Microsoft nur schwer erreichen.
Natürlich hat Apple es geschafft einen sehr homogenen Mix aus Hardware und Software zu schaffen, der den Erfolg ausmacht. Aber die Hardware definiert sich in erster Linie über das erstklassige Design. Nehmen wir die iMacs oder MacBook Pro. Technisch ist es kein Problem für andere Hersteller, Geräte mit vergleichbarer Performance zu bauen und die Geräte sind meist noch billiger, denn Apple Hardware ist nicht günstig. Doch der Erfolg hängt an der Usability und Effizienz der Software. Ohne die genialen Programme und das ausgereifte Betriebssystem wäre keine noch so toll designte Hardware erfolgreich. Windows Vista ist das allerbeste Beispiel dafür, wie man es mit unausgereifter Software richtig verderben kann.