Apple patentiert den Killer-Schalter für gehackte iPhones

23. August 2010 | Von | Kategorie: Apple iPad, iPhone & iOs


Fernsperren und Fernlöschen funktioniert heute schon.

Fernsperren und Fernlöschen funktioniert heute schon.

Das seine iPhones per Jailbreak geknackt und damit für fremde und nicht von Apple autorisierte Apps geöffnet werden, war dem Konzern in Cupertino schon immer ein Dorn im Auge. Unlängst wurde ein Patent veröffentlicht, das Apple 2009 eingereicht hat. Darin wird eine Art Kill-Schalter für gehackte iPhones und iPads beschrieben. Das System soll erkennen, wenn ein Gerät in unerlaubter Art und Weise benutzt wird. Damit ist zum einen ein gestohlenes iPhone oder iPad gemeint. Aber damit ist auch der Betrieb von nicht zugelassenen Anwendungen gemeint. Und Apple will das Gerät laut dem Patentantrag mit verschiedenen Abstufungen gegen diese unerlaubte Nutzung schützen.

Die harmlose Stufe sind Mails oder SMS an den Benutzer, die ihn vor der unerlaubten Nutzung warnen und auffordern, dieses zu unterlassen. Dann können einzelne Apps gesperrt werden. Die härteste Maßnahme ist dann wohl die vollständige Sperrung des Gerätes. Was da so alles möglich wäre, lässt die App “iPhone Suche” von Apple erahnen, mit der man sein iPhone oder iPad suchen und entweder eine Nachricht auf dem Display anzeigen oder das Gerät fernsperren oder fernlöschen kann. Nur hier entscheide ich als Nutzer, ob ich das machen möchte. Laut dem Patentantrag will Apple diese Entscheidung mit dem neuen System selbst fällen. Damit kann Apple dann Anwendungen sperren, auch wenn der rechtmäßige Käufer des Gerätes diese benutzt.

Das iPhone hört auf den Herzschlag

Besonders spannend ist, wie Apple feststellen will, ob das Gerät gestohlen wurde und von jemand anderem als dem echten Besitzer genutzt wird. Das Erkennen einer entfernten oder getauschten SIM-Karte ist da noch harmlos. Die Kamera soll benutzt werden, um das Gesicht des Nutzers und die Umgebung zu fotografieren. Die Stimme des Nutzers wird aufgezeichnet. Und sogar die Herztöne des Nutzers werden aufgezeichnet. Besteht der Verdacht, das iPhone wird “fremdgenutzt”, dann werden die gleichen Aufzeichnungen wiederholt und mit den Aufzeichnungen des Besitzers verglichen. Fremdes Gesicht, fremde Stimme oder fremde Herzschlagmuster und der Verdacht liegt nahe, das Gerät wurde gestohle und wird unautorisiert benutzt.

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