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Software-Tipp der Woche: TrailRunner – Der Routenplaner für Langstreckensportler

1. Januar 2008 | Von | Kategorie: Software

Geniale Software für Ausdauersportler

TrailRunner mit ausführlicher AuswertungAm letzten Tag des Jahres 2007 stolperte ich über “TrailRunner”, eine Software für Audsdauersportler. Viel Software auf dem Rechner ist etwas ganz normales, alltägliches. Manche Anwendungen entlocken einem ein „Ganz nett“. Doch als ich den TrailRunner installiert hatte, und begann damit zu spielen, entlockte mit das den Kommentar „Wie cool ist das denn!“ Wie kann man diese geniale kleine Software beschreiben. Ganz treffend steht auf der Webseite „Der TrailRunner ist ein Routenplaner für Langstreckensportler, der ideale Begleiter für ein ausdauerorientiertes aber abwechslungsreiches Training…“. Die Software ist Donationware, man kann sie also uneingeschränkt kostenlos benutzen, aber eine Spende ist gern gesehen.

Laufrouten planen

Strecken können Sie manuell zusammen klicken oder automatisiert erstellenIn der Tat ist TrailRunner auch ein Routenplaner für Läufer, wobei aber auch Radfahrer damit arbeiten können, denn die Darstellung ist auch für Radsportler anpassbar. Tatsächlich kann man einen Ausgangspunkt auswählen und eine Laufstrecke aus Wegpunkten wie Kreuzungen oder Abzweigungen und Streckenelementen zusammenstellen. Dann kann man auch eine Zielgeschwindigkeit zur Kontrolle von Zwischenzeiten angeben. Die so geplante Route kann am ausdrucken, oder – und jetzt wird es echt genial – als virtuelle Karte (so genannte „NanoMaps“) auf einen iPod oder einem Mobiltelefon mit Farbdisplay exportieren. Die Routen werden als Fotos für die einzelne Abschnitte und Wegpunkte auf z.B. einen iPod Nano exportiert. Sie können mit den Karten oder Luftbildern Ihre Routen planen, indem Sie Wegpunkte und Streckenabschnitte mit der maus setzen. Ein anderer Modus plant automatisch eine Strecke auf vorhandenen Wegen. Sie geben nur den Ausgangspunkt und die Streckenlänge an, den Rest erledigt die Software. Funktioniert einwandfrei!

Wenn Sie für Ihren iPod auch das Sport Kit von Nike haben, können Sie die damit protokollierten Läufe auch importieren und so die zuvor geplante und gelaufene Strecke bezüglich Zeiten und Geschwindigkeit auswerten.

GPS-Geräte werden unterstützt

Absolut genial ist die Anbindung von GPS-Geräten und PulsuhrenDer eigentliche Knaller für mich als „laufenden Technikfreak“ war aber die Tatsache, dass der TrailRunner meine Garmin Forerunner 305 GPS-Laufuhr voll unterstützt! Ohne große Konfiguration gelang es, die auf der Uhr gespeicherten Läufe in die Software herunter zu laden und dort im Lauftagebuch abzulegen. Sicher, der Forerunner 305 hat eine eigene Software für den Mac (und den PC) dabei, mit der man sein Training ebenfalls planen und auswerten sowie protokollieren kann. Aber bei der Garmin-Software sind nur rudimentäre primitive Karten dabei, denn wenn man die präzisen Karten von Garmin benutzen möchte, dann muss man zusätzliche Kartensoftware von Garmin für üppiges Geld kaufen. Beim TrailRunner ist alles serienmäßig dabei! Es stehen mehrere Kartenansichten zur Verfügung. Mal eine Wanderkarte, mal Straßenkarten und natürlich die genialen Luftbilder von Google Earth. Und die gelaufenen Strecken werden dort automatisch eingetragen und angezeigt.

Damit nicht genug! Ich kann meine neu geplanten Routen sogar an die GPS-Uhr exportieren, Mit anderen Worten, ich kann mir unbekannte Strecken planen und den Forerunner 305 dann dazu benutzen, mich beim Laufen über diese neue Route lotsen zu lassen. Damit wird der TrailRunner wirklich zu einem echten Routenplaner für Läufer, wobei man in den Einstellungen die Darstellung auch für Radfahrer optimieren kann, sodass auch Radsportler der TrailRunner und beispielsweise den Fahrradcomputer Edge 305 von Garmin hier für geplante Routen nutzen können.

Pulsuhren werden ebenso unterstützt

Die Auswertung auch vom Puls wird grafisch sehr gut dargestelltDer Garmin Forerunner 305 ist ja kein reines GPS-Gerät für Sportler, sondern vor allem auch eine Pulsuhr, die während dem Laufen den Puls des Läufers misst, anzeigt und zusammen mit Strecke, Geschwindigkeit und anderen Daten aufzeichnet. All diese Daten werden ebenfalls ausgelesen und im Tagebuch hinterlegt. Mit anderen Worten man kann sein Training umfassend mit dem TrailRunner auswerten und verwalten. Man sieht seine gelaufenen Strecken nebst Geschwindigkeiten, Distanzen oder auch Höhenunterschieden ebenso, wie den Puls im Durchschnitt und als Maximalpuls.

Tagebuch als Lauf-Blog

Das Tagebuch sammelt alle wichtigen Informationen inkl. eigener KommentareUnd wer sein Läufertagebuch nicht für sich behalten will, sondern es als Weblog gerne mit anderen teilen möchte, der kann auch das mit dem TrailRunner schnell und einfach erledigen. Entweder man gibt einen FTP-Account für eine Webseite an. Wer einen .Mac-Account hat, klickt in den Einstellungen für das Blogging einfach die Funktion an und der TrailRunner besorgt sich die Zugangsdaten aus dem Schlüsselbund.

Das Tagebuch als Blog im Web mit den Google Earth-Ansichten der StreckenDann genügt ein Klick auf „publizieren“ und schon ist der Eintrag aus dem Lauftagebuch gebloggt. Das schöne ist, dass die Laufstrecke nebst Karte sowohl als GPX als auch als KML-Datei mit im Blog abgelegt wird. So können sich andere mit einem Klick auf den KML-Link beispielsweise die Strecke in Google Earth anschauen. Sie können sich hier gerne mein Laufblog anschauen. Ich habe alle Läufe, die ich noch „auf der Uhr hatte“ im Tagebuch mit kurzen Kommentaren versehen und in das Blog eingetragen. Auch den Gutenberg Marathon vom 6. Mai 2007. Hier der Link zum Blog: http://homepage.mac.com/lerg_media/trailrunner/weblog.html

Trainingsplan & Kalender

Weitere Features sind ein Trainingskalender, ein Trainingsplaner und auch ein Veranstaltungskalender. In letzterem kann man sich Laufevents, Wettkämpfe eintragen. Der Trainingsplaner erstellt ein dreiwöchiges Training bestehend aus eine Steigerungswoche und einer Erholungswoche. Der Trainingskalender dient der Planung des eigenen Trainings.

Ergänzende Webseite

Der TrailRunner kann von der gleichnamigen Webseite http://www.trailrunnerx.com/german.html herunter geladen werden. Aber die Webseite bildet auch gleichzeitig eine sinnvolle und informative Ergänzung zur Software, da hier noch einiges an Know-how und Goodies zu finden ist. Da wäre beispielsweise die „Bibliothek“, eine Sammlung von Links zu Online-Karten zahlreiche deutscher Städte und Regionen, aber auch Österreich und andere Nachbarländer. Weitere Links zum Thema Laufen, GPS und mehr runden das Angebot ab. Im Blog auf der Webseite liest man, was derzeit so alles für den TrailRunner an Neuerungen erarbeitet wird und wann diese kommen. Aber es gibt auch Tipps und Tricks und andere nützliche Infos.

Fazit: TrailRunner macht Bock aufs Laufen

Ich habe TrailRunner vor nicht einmal 48 Stunden entdeckt und bin restlos begeistert, obwohl ich sicher noch nicht alle Feinheiten gefunden und getestet habe. Eine einfache intuitive Bedienung, alles an Funktionen an Bord was man braucht ohne überflüssigen „Featuritis-Ballast“. Geniale Karten und Luftaufnahmen für die Verwaltung der gelaufenen Strecken. Auswertung der Laufeinheiten in Sachen Geschwindigkeit, Strecke, Höhenprofile aber auch hinsichtlich Puls etc. und das auch grafisch gut dargestellt. Eine Trainingsplanung und ein Kalender. Anbindung aller gängigen technischen Hilfsmittel von iPod über GPS-Geräte wie den Garmin Forerunner 305 bis zur „normalen“ Pulsuhr. Und das alles ohne das man die Software kaufen oder freischalten muss. Wer die Anwendung intensiv nutzen will, sollte so fair sein und die 25 Euro spenden, damit die Autoren die Anwendung weiter entwickeln. Man bekommt hier einen echten Gegenwert für das Geld.

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