Adobe müht sich derzeit zu zeigen, wie toll und wichtig der Flash-Standard für das Internet ist. Vor allem in Richtung Apple zielt wohl eine Demonstration auf der Web 2.0-Expo. Dort wird eine Art Tablet-Protoyp vorgeführt, der natürlich Flash und auch Adobe Air unterstützt. Das nachfolgende YouTube-Video zeigt es. Witzig wird es in Sekunde 40 des Films, denn da dreht der Nutzer das Gerät um. Und wir sehen eine Art dicke, klobige Tupperdose, in der die Technik steckt. das Ganze wirkt wie ein verzweifelt zusammen genagelter Prototyp, der einfach nur zeigen soll, dass es geht.
Das Adobe nicht lange wartet, um auf Steve Jobs offenen Brief “Thoughts about Flash” zu reagieren, war klar. Shantanu Narayen CEO von Adobe sagt in einem TV-Interview, dass Adobe an Multiplattformtechnik glaube und daran festhalte. “Wir haben unterschiedliche Ansichten der Welt”, so Narayen im Interview. Er meint, dass Apple so reagiere, weil Apple aus der Multiplattformstrategie für Flash keine Vorteile ziehen könne. Außerdem solle man den Käufer entscheiden lassen. Es sieht nicht danach aus, als würden Apple und Adobe sich wieder einig werden. Mehr und mehr Stimmen werden laut, dass Steve Jobs und Apple etwas zu absolutistisch reagieren. Immerhin “kloppt” sich Apple derzeit nicht nur mit Adobe, sondern auch mit Amazon und vor allem mit Google. Hier der US-TV-Beitrag von “The News Hub” vom Wall Street Journal.
Steve Jobs hat, wie die Computerwelt berichtet, in einem sehr langen offenen Brief begründet, warum Apple bei seinen mobilen Geräten iPhone, iPad und auch iPod touch auf den Flash-Standard vollständig verzichtet und weiter verzichten wird. Damit verteilt Stevo eine nette Watsch’n, wie man in Bayern sagt, an Adobe. Ob Adobe zurückwatscht? Zwischen Apple und Adobe raucht es ja schon eine ganze Weile. Hier die sachlichen Kritikpunkte, die Jobs in seinem im Internet publizierten offenen Brief “Thoughts on Flash” auflistet:


