Apples Schlag gegen Datenschutzverletzungen: Entwickler müssen nun die Nutzung bestimmter APIs erklären

Apples Schlag gegen Datenschutzverletzungen: Entwickler müssen nun die Nutzung bestimmter APIs erklären

Der Überprüfungsprozess des App Stores ist streng, um sicherzustellen, dass Apps den Richtlinien von Apple entsprechen. Und bald wird dieser Prozess noch strenger. Das liegt daran, dass Apple kürzlich angekündigt hat, dass Entwickler vor der Einreichung ihrer Apps im App Store detailliert beschreiben müssen, warum ihre Apps bestimmte APIs nutzen.

Zusammenfassung

  • 📋 Apple stuft bestimmte APIs als „Erforderliche Begründungs-APIs“ ein, deren Verwendungszweck Entwickler künftig erklären müssen.
  • 🕵️ Ziel der Maßnahme ist es, Fingerprinting einzuschränken, also die Verfolgung von Nutzern über verschiedene Apps und Websites hinweg.
  • 📅 Ab Herbst mit iOS 17, tvOS 17, watchOS 10 und macOS Sonoma erhalten Entwickler Hinweise bei fehlender Begründung; ab Frühjahr 2024 werden solche Apps abgelehnt.
  • ⚙️ UserDefaults, eine weit verbreitete API zum Speichern von Nutzerpräferenzen, zählt ebenfalls zu den betroffenen APIs.
  • ⚖️ Entwickler können eine Ablehnung anfechten und einen Antrag für nicht abgedeckte Anwendungsfälle einreichen.

Erklärungspflicht für bestimmte APIs durch Entwickler

Wie auf der Apple-Entwicklerwebsite detailliert ausgeführt, sind einige APIs jetzt als „Erforderliche Begründungs-APIs“ eingestuft. Das bedeutet, dass Entwickler, um sie in einer App zu verwenden, Apple den Zweck dieser API in der App erläutern müssen. Apple erklärt, dass diese Maßnahme darauf abzielt, das sogenannte Fingerprinting einzuschränken, eine Technik zur Verfolgung von Nutzern über verschiedene Apps und Websites hinweg.

Ab diesem Herbst, mit der Veröffentlichung von iOS 17, tvOS 17, watchOS 10 und macOS Sonoma für die Öffentlichkeit, werden Entwickler darüber informiert, wenn sie Apps einreichen, die eine erforderliche Begründungs-API ohne Beschreibung des Verwendungszwecks nutzen. Ab Frühjahr 2024 werden Apps, die diese APIs ohne gültigen Grund nutzen, abgelehnt.

Steigende Zurückweisungsraten aufgrund neuer Regeln?

Während diese Maßnahme mit Blick auf den Datenschutz geschaffen wurde, äußerten einige Entwickler gegenüber 9to5Mac Bedenken, dass die Ablehnungsraten für Apps und Updates weiter steigen könnten. Zum Beispiel ist UserDefaults eine der „Erforderlichen Begründungs-APIs“. Für diejenigen, die nicht vertraut sind: Hierbei handelt es sich um eine grundlegende und recht häufig genutzte API, die Nutzerpräferenzen für eine App speichert. Das bedeutet, dass viele Apps sie nutzen.

Dies könnte dazu führen, dass Entwickler-Apps einfach abgelehnt werden, weil sie vergessen haben, eine Erklärung für die Verwendung der API hinzuzufügen. Gleichzeitig ist es schwer vorstellbar, wie Apple die Nutzung dieser API kontrollieren wird, da die meisten Entwickler einfach sagen können, dass sie Nutzerpräferenzen damit speichern.

Apple wird es den Entwicklern jedoch erlauben, eine Ablehnung anzufechten und einen Antrag auf Genehmigung einer Situation einzureichen, die nicht in den aktuellen Richtlinien abgedeckt ist.

Häufig gestellte Fragen

Was sind „Erforderliche Begründungs-APIs“?

Das sind APIs, für die Entwickler künftig den konkreten Verwendungszweck in ihrer App erläutern müssen.

Warum führt Apple diese Regel ein?

Sie soll Fingerprinting einschränken, also die Verfolgung von Nutzern über verschiedene Apps und Websites hinweg.

Ab wann werden Apps ohne Begründung tatsächlich abgelehnt?

Ab Frühjahr 2024 werden Apps abgelehnt, die diese APIs ohne gültigen Grund nutzen.

Welche bekannte API zählt zu den betroffenen APIs?

UserDefaults, eine häufig genutzte API zum Speichern von Nutzerpräferenzen, ist eine der betroffenen APIs.

Können Entwickler eine Ablehnung anfechten?

Ja, Apple erlaubt es, eine Ablehnung anzufechten und einen Antrag auf Genehmigung zu stellen.

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