Mit iOS 27 richtet man ein Kinderkonto über die Familienfreigabe in den iPhone-Einstellungen ein. Dabei lassen sich „Fragen vor Kauf“ und „Fragen vor Surfen“ direkt aktivieren, sodass Eltern jeden App-Kauf und jeden Website-Zugriff genehmigen müssen, bevor das Kind darauf zugreifen kann. Alle Berechtigungen sind pro Kind individuell einstellbar, ohne dass eine Drittanbieter-App nötig ist.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Kinder ab 13 Jahren können eine eigene Apple-ID erhalten; jüngere Kinder benötigen ein von Eltern erstelltes Konto innerhalb der Familienfreigabe.
- „Fragen vor Kauf“ gilt für App-Downloads, In-App-Käufe und Abonnements.
- „Fragen vor Surfen“ ist standardmäßig für Kinder unter 13 Jahren aktiviert und schränkt den Safari-Zugriff ein, bis ein Elternteil eine Website freigibt.
- Eltern erhalten eine Benachrichtigung auf ihrem eigenen Gerät und können Anfragen direkt genehmigen oder ablehnen.
- Jedes Kind in einer Familiengruppe kann unterschiedliche Berechtigungen erhalten.
- „Fragen vor Kauf“ lässt sich jederzeit deaktivieren, wenn das Kind älter wird.
- iOS 27 integriert diese Kontrollen tiefer in die Bildschirmzeit-Einstellungen als frühere Versionen.
- Die Einstellungen gelten geräteübergreifend: iPhone, iPad und Mac.
Wie richtet man ein Kinderkonto in der Familienfreigabe unter iOS 27 ein?
Die Einrichtung erfolgt vollständig in den iOS-Einstellungen, ohne externe Apps. Eltern öffnen Einstellungen > [eigener Name] > Familienfreigabe und tippen auf „Familienmitglied hinzufügen“. Für ein Kind ohne Apple-ID wählt man „Konto für ein Kind erstellen“.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Einstellungen öffnen und auf den eigenen Namen tippen.
- Familienfreigabe auswählen, dann „Familienmitglied hinzufügen“.
- „Konto für ein Kind erstellen“ wählen und das Geburtsdatum eingeben.
- Den Anweisungen folgen, um eine Apple-ID und ein Passwort für das Kind festzulegen.
- Die Nutzungsbedingungen mit der eigenen Apple-ID bestätigen (Elternteil muss zustimmen).
- Nach der Einrichtung erscheint das Kind in der Familiengruppe, und die Kindersicherungsoptionen sind sofort verfügbar.
Wichtig: Das Elternteil, das das Konto erstellt, wird automatisch als „Familienorganisator“ eingetragen und hat volle Kontrolle über die Berechtigungen.

Ab welchem Alter kann ein Kind eine eigene Apple-ID in der Familienfreigabe haben?
Kinder können ab dem ersten Lebenstag ein von Eltern verwaltetes Apple-ID-Konto erhalten. Ab 13 Jahren (in Deutschland) können Jugendliche eine eigene Apple-ID anlegen, die nicht mehr zwingend elterlicher Genehmigung bedarf. Unterhalb dieser Altersgrenze muss ein Elternteil das Konto erstellen und verwalten.
- Unter 13 Jahren: Eltern erstellen das Konto, alle Käufe und viele Inhalte erfordern Genehmigung.
- 13 bis 17 Jahre: Das Kind kann eine eigene Apple-ID haben, „Fragen vor Kauf“ kann aber weiterhin aktiviert bleiben.
- Ab 18 Jahren: Volle Eigenständigkeit; „Fragen vor Kauf“ entfällt automatisch.
Was ist der Unterschied zwischen „Fragen vor Kauf“ und „Fragen vor Surfen“?
Diese beiden Funktionen kontrollieren unterschiedliche Bereiche der Gerätenutzung des Kindes. „Fragen vor Kauf“ betrifft alle finanziellen Transaktionen im App Store. „Fragen vor Surfen“ betrifft den Internetzugang in Safari und steuert, welche Websites das Kind aufrufen darf.
| Funktion | Was wird kontrolliert | Standard bei unter 13 Jahren |
|---|---|---|
| Fragen vor Kauf | App-Downloads, In-App-Käufe, Abonnements | Aktiviert |
| Fragen vor Surfen | Website-Zugriff in Safari | Aktiviert |
Gilt „Fragen vor Surfen“ auch für In-App-Käufe? Nein. In-App-Käufe fallen ausschließlich unter „Fragen vor Kauf“. „Fragen vor Surfen“ ist ausschließlich für den Browser-Zugriff zuständig.
Wie aktiviert man „Fragen vor Kauf“ für das Kinderkonto?
„Fragen vor Kauf“ lässt sich in der Familienfreigabe direkt für jedes Kind separat aktivieren. Bei Konten, die für Kinder unter 13 Jahren erstellt wurden, ist die Funktion standardmäßig eingeschaltet.
So aktiviert man „Fragen vor Kauf“ manuell:
- Einstellungen > [eigener Name] > Familienfreigabe öffnen.
- Den Namen des Kindes antippen.
- „Fragen vor Kauf“ auswählen.
- Den Schalter auf „Ein“ stellen.
Sobald aktiviert, erhält das Elternteil eine Push-Benachrichtigung, wenn das Kind einen Kauf anfordert. Die Anfrage enthält den Namen der App, den Preis und eine kurze Beschreibung.
Häufiger Fehler: „Fragen vor Kauf“ funktioniert nur, wenn die Einkaufsteilung in der Familienfreigabe aktiviert ist. Ist die Einkaufsteilung deaktiviert, erscheint die Option möglicherweise nicht oder arbeitet nicht korrekt.
Wie genehmigt man App-Käufe vom Gerät des Kindes aus?
Wenn ein Kind eine App herunterladen oder einen Kauf tätigen möchte, erscheint auf dem Elterngerät eine Benachrichtigung. Eltern können die Anfrage direkt über die Benachrichtigung oder in der Familienfreigabe-Übersicht genehmigen oder ablehnen.
Ablauf aus Elternperspektive:
- Benachrichtigung auf dem eigenen iPhone oder iPad öffnen.
- App-Details prüfen: Name, Altersfreigabe, Preis.
- „Genehmigen“ oder „Ablehnen“ tippen.
- Optional: Passwort oder Face ID zur Bestätigung eingeben.
Aus Kindperspektive erscheint nach der Anfrage ein Wartebildschirm. Sobald das Elternteil genehmigt, startet der Download automatisch.
Wie funktioniert „Fragen vor Surfen“ in der Praxis?
„Fragen vor Surfen“ sperrt in Safari standardmäßig alle Websites, die nicht ausdrücklich von Apple als kindgerecht eingestuft oder vom Elternteil freigegeben wurden. Versucht das Kind, eine gesperrte Seite aufzurufen, erscheint ein Hinweisbildschirm mit der Option, die Freigabe beim Elternteil anzufragen.
Was passiert dann:
- Das Kind tippt auf „Elternteil fragen“.
- Das Elternteil erhält eine Benachrichtigung mit der angeforderten URL.
- Das Elternteil genehmigt einmalig oder dauerhaft.
- Bei dauerhafter Freigabe erscheint die Website künftig ohne Anfrage.
Altersbasiertes Verhalten: Bei Kindern unter 13 Jahren ist der Filter strenger. Zwischen 13 und 17 Jahren können Eltern den Filter in der Bildschirmzeit manuell anpassen, zum Beispiel auf „Inhalte für Erwachsene einschränken“ statt „Nur erlaubte Websites“.

Kann man für jedes Kind in der Familienfreigabe unterschiedliche Berechtigungen setzen?
Ja. Jedes Kind in einer Familiengruppe hat ein eigenes Profil mit individuellen Einstellungen. Ein Elternteil kann für ein jüngeres Kind strengere Regeln setzen und für ein älteres Kind mehr Freiheiten einräumen, alles innerhalb derselben Familiengruppe.
Einstellungen, die pro Kind angepasst werden können:
- „Fragen vor Kauf“ ein- oder ausschalten
- „Fragen vor Surfen“ und Websitefilter-Stufe
- Bildschirmzeit-Limits und App-Limits
- Kommunikationsbeschränkungen (wer darf das Kind kontaktieren)
- Altersfreigaben für Apps, Filme und Musik
Wie ändert man App-Berechtigungen für ein Kinderkonto in der Familienfreigabe?
App-Berechtigungen für Kinder werden über die Bildschirmzeit-Einstellungen gesteuert, die direkt mit der Familienfreigabe verknüpft sind. Eltern können festlegen, welche Apps das Kind nutzen darf, und Altersfreigaben für Inhalte setzen.
So geht man vor:
- Einstellungen > Bildschirmzeit öffnen.
- Den Namen des Kindes oben auswählen.
- „Inhalt- & Datenschutzbeschränkungen“ aktivieren.
- Unter „Erlaubte Apps“ einzelne Apps ein- oder ausschalten.
- Unter „Inhaltsbeschränkungen“ Altersfreigaben für Apps, Bücher, Musik und Filme festlegen.
Was passiert, wenn ein Kind versucht, eine gesperrte App herunterzuladen?
Versucht ein Kind, eine App herunterzuladen, die entweder durch Altersfreigaben gesperrt oder durch „Fragen vor Kauf“ eingeschränkt ist, wird der Download nicht sofort ausgeführt. Stattdessen erscheint ein Dialogfeld, das erklärt, warum die App nicht verfügbar ist oder eine Anfrage an das Elternteil sendet.
- Bei Altersfreigaben-Sperre: Die App ist im App Store nicht sichtbar oder zeigt „Nicht verfügbar“ an.
- Bei „Fragen vor Kauf“: Eine Anfrage geht an das Elternteil; der Download wartet auf Genehmigung.
- Bei abgelehnter Anfrage: Das Kind erhält eine Benachrichtigung, dass die Anfrage abgelehnt wurde.
Wie deaktiviert man „Fragen vor Kauf“, wenn das Kind älter wird?
„Fragen vor Kauf“ lässt sich jederzeit in der Familienfreigabe deaktivieren. Eltern öffnen Einstellungen > [eigener Name] > Familienfreigabe, tippen auf den Namen des Kindes und schalten „Fragen vor Kauf“ aus. Die Änderung tritt sofort in Kraft.
Wann macht das Sinn:
- Das Kind ist 16 oder 17 Jahre alt und hat bewiesen, dass es verantwortungsvoll mit Käufen umgeht.
- Das Kind bekommt ein eigenes Budget und soll selbst entscheiden können.
Alternative: Statt „Fragen vor Kauf“ komplett abzuschalten, kann man in der Bildschirmzeit ein monatliches Ausgabenlimit festlegen.
Gilt „Fragen vor Kauf“ auch auf iPad und Mac?
Ja. Die Einstellungen der Familienfreigabe, einschließlich „Fragen vor Kauf“ und „Fragen vor Surfen“, gelten geräteübergreifend. Sobald ein Kind mit seiner Apple-ID auf einem iPad oder Mac angemeldet ist, greifen dieselben Regeln. Eltern müssen die Einstellungen nicht auf jedem Gerät separat konfigurieren.
Einschränkung: Auf dem Mac müssen Eltern sicherstellen, dass das Kind im selben iCloud-Konto angemeldet ist und die Familienfreigabe auf dem Mac aktiv ist.
Warum funktioniert „Fragen vor Kauf“ auf dem iPhone des Kindes nicht?
Wenn „Fragen vor Kauf“ nicht wie erwartet funktioniert, liegen meistens eine von drei Ursachen vor:
- Einkaufsteilung ist deaktiviert: „Fragen vor Kauf“ setzt voraus, dass die Einkaufsteilung in der Familienfreigabe aktiv ist. Ohne diese Funktion kann das System keine Kaufanfragen weiterleiten.
- Falsches Apple-ID-Konto: Das Kind ist möglicherweise mit einer anderen Apple-ID angemeldet, die nicht zur Familiengruppe gehört.
- Softwarefehler: Ein Neustart des Kindergeräts oder eine erneute Anmeldung in der Familienfreigabe löst häufig kurzfristige Probleme.
Schnelle Prüfung: Auf dem Gerät des Kindes unter Einstellungen > [Name des Kindes] kontrollieren, ob die Familienfreigabe als aktiv angezeigt wird.
FAQ
Muss das Kind ein eigenes iPhone haben, um ein Kinderkonto einzurichten? Nein. Das Kinderkonto kann eingerichtet werden, bevor das Kind ein Gerät hat. Die Berechtigungen greifen automatisch, sobald das Kind sich auf einem Gerät anmeldet.
Kann ein Kind „Fragen vor Kauf“ selbst umgehen? Nein. Die Funktion ist durch das Elternpasswort und die Apple-ID des Organisators gesichert. Ohne Elterngenehmigung ist kein Kauf möglich.
Gilt „Fragen vor Surfen“ auch für andere Browser als Safari? „Fragen vor Surfen“ ist eine Safari-Funktion. Für andere Browser muss man in der Bildschirmzeit den Zugriff auf diese Apps separat einschränken oder sperren.
Wie viele Kinder kann man in eine Familiengruppe aufnehmen? Eine Familiengruppe kann bis zu sechs Mitglieder umfassen, Eltern eingeschlossen.
Bekommt das Kind eine Benachrichtigung, wenn ein Kauf abgelehnt wird? Ja. Das Kind erhält eine kurze Benachrichtigung, dass die Anfrage abgelehnt wurde, ohne weitere Begründung.
Kann ich als Elternteil sehen, welche Apps mein Kind bereits installiert hat? Ja. Über Einstellungen > Bildschirmzeit > [Name des Kindes] sieht man eine Übersicht der installierten Apps und der täglichen Nutzungszeiten.
Funktioniert „Fragen vor Kauf“ auch für kostenlose Apps? Ja. Auch kostenlose Apps erfordern eine Genehmigung, wenn „Fragen vor Kauf“ aktiviert ist.
Kann ich „Fragen vor Surfen“ für bestimmte Websites dauerhaft freigeben? Ja. Eltern können in der Bildschirmzeit unter „Inhaltsbeschränkungen > Webinhalte“ einzelne Websites dauerhaft zur Freigabeliste hinzufügen.
Was passiert mit den Einstellungen, wenn das Kind 13 Jahre alt wird? iOS 27 sendet eine Benachrichtigung an das Elternteil. Einige Einschränkungen lockern sich automatisch, aber „Fragen vor Kauf“ bleibt aktiv, bis es manuell deaktiviert wird.
Kann das Kind die Bildschirmzeit-Einstellungen selbst ändern? Nur wenn das Elternteil keinen Bildschirmzeit-Code gesetzt hat. Mit aktiviertem Code sind alle Einstellungen für das Kind gesperrt.
Fazit
Die Familienfreigabe-Funktionen für Kinderkonten in iOS 27 – Fragen vor Kauf, Fragen vor Surfen und App-Berechtigungen – bieten Eltern einen vollständigen, geräteübergreifenden Kontrollrahmen, ohne externe Monitoring-Apps zu benötigen. Der Einrichtungsprozess ist in wenigen Minuten abgeschlossen, und alle Berechtigungen lassen sich jederzeit anpassen.
Empfohlene nächste Schritte:
- Familienfreigabe einrichten und Kinderkonto mit korrektem Geburtsdatum anlegen.
- „Fragen vor Kauf“ und „Fragen vor Surfen“ sofort nach der Kontoerstellung aktivieren.
- In der Bildschirmzeit Altersfreigaben und App-Limits für das Kind festlegen.
- Den Bildschirmzeit-Code aktivieren, damit das Kind die Einstellungen nicht selbst ändern kann.
- Regelmäßig, zum Beispiel alle sechs Monate, die Berechtigungen überprüfen und dem Alter des Kindes anpassen.
Wer diese Schritte konsequent umsetzt, hat mit iOS 27 ein solides Fundament für eine sichere digitale Umgebung für Kinder, das mit dem Kind mitwächst.

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