Vielen Nutzern von Final Cut Pro auf dem iPad ist bekannt, dass eine direkte Übertragung von Projekten vom Mac zum Tablet nicht möglich ist. Doch es stellt sich heraus, dass es eine Methode dafür gibt, die allerdings nicht offensichtlich ist.
Zusammenfassung
- 🏞️ Final Cut Pro für iPad wurde ursprünglich ohne Round-Tripping-Funktion eingeführt, sodass Projekte nicht offiziell zwischen Mac und iPad übertragbar waren.
- 🧑💻 Chris Hocking von Late Night Films fand einen Weg, Final Cut Pro-Projekte dennoch vom Mac auf das iPad zu übertragen.
- 📁 Auf dem Mac nutzt Final Cut Pro das Format .fcpbundle, auf dem iPad dagegen ein .fcpproj-Bundle, das die .fcpbundle-Datei enthält.
- 📲 Für ein auf dem iPad gestartetes Projekt reicht der Export über die Teilen-Schaltfläche und die Übertragung per AirDrop zum Mac und zurück.
- ⚠️ Bestimmte Funktionen wie Farbtafeln, ausgewählte Motion-Templates und Drittanbieter-Effekte sind auf dem iPad zwar sichtbar, aber nicht bearbeitbar.
Final Cut Pro für das iPad wurde ohne eine wichtige Funktion eingeführt – das sogenannte Round-Tripping. Diese Funktion ermöglicht es, ein Projekt reibungslos von einem Gerät auf ein anderes zu verschieben und wieder zurück.
Round-Tripping: Projektübertragung zwischen Mac und iPad
Stellen Sie sich vor, Sie starten ein Videoprojekt auf Ihrem Mac, möchten es aber auf Ihrem iPad Pro weiterbearbeiten, während Sie unterwegs sind. Sobald Sie wieder in Ihrem Schnittraum sind, möchten Sie das Projekt auf Ihren Mac zurückholen. Zum Zeitpunkt der Einführung ist dies mit Final Cut Pro für das iPad jedoch nicht möglich.
Der Durchbruch: Final Cut Pro-Projekte vom Mac zum iPad
Chris Hocking, Mitbegründer von Late Night Films, der verschiedene Apps für Filmemacher entwickelt, hat herausgefunden, wie man ein Projekt vom Mac auf das iPad übertragen kann. Leider ist der Prozess ziemlich umständlich.
Turns out you CAN go from Final Cut Pro on Mac to Final Cut Pro on iPad!
— Chris Hocking (@chrisatlatenite) May 24, 2023
Even Secondary Storylines come across, and custom Motion Templates. You can't modify colour board effects, but they are applied.
This kinda changes… a lot.#fcpx pic.twitter.com/oJhoHxgvpS
Wie Hocking erläutert, verwendet Apple .fcpbundle für Final Cut-Projekte auf dem Mac, aber ein .fcpproj-Bundle auf dem iPad. Innerhalb dieses .fcpproj-Bundles befindet sich die .fcpbundle-Datei.
Schritt-für-Schritt Anleitung: Final Cut Pro-Projekt vom iPad zum Mac und zurück
- Erstellen Sie ein neues Projekt in Final Cut Pro auf Ihrem iPad.
- Bearbeiten Sie Ihr Projekt nach Bedarf.
- Tippen Sie auf die Teilen-Schaltfläche, um Ihr Final Cut Pro für iPad-Projekt zu exportieren.
- Übertragen Sie die Datei per AirDrop auf Ihren Mac, wo Sie die Datei in Final Cut Pro für Mac öffnen und weiter bearbeiten können.
- Senden Sie das Projektpaket per AirDrop von Ihrem Mac zurück auf Ihr iPad.
Projektstart auf dem Mac und Öffnen auf dem iPad
Etwas komplizierter ist es, ein Projekt auf Ihrem Mac zu starten und es dann auf das iPad zu übertragen. Sie müssen die Ordnerstruktur selbst erstellen und zusätzliche Dateien hinzufügen.
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Hocking erklärt, dass Sie Ihre eigene http://com.apple.VAProjectInfo Metadatendatei erstellen müssen, die im übergeordneten Projektordner liegt. Dazu kopieren Sie sie aus einem bestehenden Projekt, bearbeiten sie in einem Texteditor und ersetzen den Projektnamen.
Zuletzt müssen Sie eine Thumbnail-Datei erstellen, die auf dem Startbildschirm angezeigt wird. Sobald Sie diese Dateien und die korrekte Ordnerstruktur haben, können Sie die Datei per AirDrop auf Ihr iPad übertragen.
Einschränkungen und Überraschungen
Die Unterstützung für Mac-Projekte ist überraschend robust, da die meisten Mac-spezifischen Inhalte in der Tablet-App funktionieren.
Alle Projekte innerhalb eines Ereignisses erscheinen auf dem iPad. Die meisten Texteffekte, Übergänge und Mehrkamera-Clips sind ebenfalls verfügbar.
Einige Funktionen, wie Farbtafeln, werden angezeigt, sind aber auf dem iPad nicht bearbeitbar. Ausgewählte Motion-Templates und Effekte von Drittanbietern sind in ihrem aktuellen Zustand ebenfalls nicht funktionsfähig.
Trotz einer eingeschränkten Einführung sieht die Zukunft von Final Cut Pro auf dem iPad vielversprechend aus. Es zeigt sich, dass eine Übertragung zwischen den Geräten möglich ist und dass Apple möglicherweise an einer offiziellen Unterstützung für Round-Tripping arbeitet. Drittanbieter-Plugins, die derzeit nicht verfügbar sind, sollen in Kürze eingeführt werden und die Möglichkeiten weiter erweitern.
Häufig gestellte Fragen
Konnte man Final Cut Pro-Projekte bei der Einführung offiziell zwischen Mac und iPad übertragen?
Nein, die dafür nötige Round-Tripping-Funktion fehlte bei der Einführung von Final Cut Pro für iPad.
Wer fand eine Methode zur Projektübertragung vom Mac zum iPad?
Chris Hocking, Mitbegründer von Late Night Films, entdeckte einen Weg dafür.
Welches Dateiformat nutzt Final Cut Pro auf dem iPad?
Das iPad verwendet ein .fcpproj-Bundle, das die .fcpbundle-Datei des Mac enthält.
Wie übertragen Sie ein auf dem iPad gestartetes Projekt zum Mac?
Sie exportieren es über die Teilen-Schaltfläche und übertragen die Datei per AirDrop auf Ihren Mac.
Welche Funktionen sind auf dem iPad eingeschränkt?
Farbtafeln sind zwar sichtbar, aber nicht bearbeitbar, und ausgewählte Motion-Templates sowie Drittanbieter-Effekte funktionieren dort nicht.

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